Donnerstag, 30. Oktober 2014

Hochzeit Rita & Stefan

Am 4. Oktober hatte ich das Vergnügen, die Hochzeit von Rita & Stefan im Schloss Oberhofen zu fotografieren.
Es hat mir grossen Spass gemacht, in meine alte Heimat zurückzukehren für diesen Auftrag, bin ich doch selber in Oberhofen aufgewachsen und habe natürlich die eine oder andere Erinnerung ans Schloss...

 
An einer wunderschönen Location bei herrlichstem Herbstwetter eine Hochzeit zu fotografieren, ist natürlich ein riesiger Spass.
 
Das erste Highlight des Tages kam gleich zu Beginn. Zuerst wurde Stefan mit dem Oldtimer zum Schloss gefahren, wo er gemütlich bei einem Bierchen auf Rita warten durfte. Dann wurde auch Rita mit dem tollen Oldtimer abgeholt. Kurzerhand wurde das grosse Schlossportal geschlossen und Stefan musste gespannt hinter der verschlossenen Türe warten. Und bis Ritas Kleid dann auch von der anwesenden Helferschar perfekt drapiert worden war, musste sich Stefan eine Weile gedulden! ;-)
 
 



Das folgende Portraitshooting im Schlosspark und der Umgebung war dann sehr entspannt. Das Brautpaar hat locker alles mitgemacht und dazu noch die gemeinsame Zeit geniessen können. Auch kein Wunder, wenn man vom Fotografen dauern zum Knutschen ermutigt wird, oder? ;-)










Die tollste Stelle für die Portraitfotos war ein wundervoller Baum, der sich perfekt als Fotokulisse anbot. Schaut euch einmal dieses Prachtexemplar an! Dann kannst du als Fotograf nicht mehr viel falsch machen, oder?



Es folgten dann noch ein paar Einzelportraits der beiden, welche mir persönlich sehr gut gefallen. Man hätte fast meinen können, die beiden würden jedes Wochenende bei einem Fotoshooting mitmachen...




 
Mein neuer "Lieblingbaum" durfte dann gleich auch noch für ein paar Ringfotos als Hintergrund dienen. Mit einem bisschen Baumharz sollte einer lang haltenden Ehe nun auch definitiv nichts mehr im Wege stehen!
 
 
Nach einer Runde Gruppenbildern mit den beiden Organisatorinnen ging es dann auch schon zurück zum Schloss, wo die Zeremonie stattfinden sollte.


Als Fotograf ist es immer etwas besonders Tolles, dass man ein Fest aus sehr vielen verschiedenen Blickwinkeln sehen kann. So konnte ich einige Male zwischen dem Trauungsraum mit den wartenden Gästen und dem Raum, in welchem das Brautpaar bereits etwas aufgeregt wartete, hin und her wechseln.

 
Die Zeremonie selber war dann sehr emotional und persönlich. Ich glaube, ich habe es noch selten erlebt, dass der Nastuchverbrauch so hoch gewesen ist! ;-) 




 
Der Nachschub an neuen Nastüchern ist bereit:





 
Nach der Trauung folgte ein sehr entspanntes und lockeres Apero vor dem Restaurant Schloss Oberhofen. Neben diversen Aktivitäten hatte das Brautpaar auch immer genügend Zeit, um mit den Gästen zu plaudern.



 
Für mich war das tolle Licht gegen Abend natürlich phantastisch. So konnte ich neben einigen tollen Landschaftsbildern auch die Gruppenaufnahmen vor dieser wundervollen Kulisse fotografieren.


 
Den Abschluss meines Engagements bildete das gemeinsame Steigen lassen von Ballonen vor dem Schloss.


 
So ging für mich ein ereignisreicher Tag zu Ende, ohne dass es Stefan und ich geschafft hätten, trotz diverser Versuche gemeinsam ein Bier zu trinken. Aber es gab für mich einfach viel zu viele tolle Fotosujets, um eine Pause einlegen zu können. Um so mehr freut es mich, dass wir dies nun diese Woche bei einem gemütlichen Abendessen nachholen konnten.
 
Liebe Rita, lieber Stefan, herzlichen Dank für euer Vertrauen und die entspannte Atmosphäre! Es war mir eine Freude!


 
 


Sonntag, 26. Oktober 2014

FOTOTIPP: Perspektivenwechsel oder "Auf die Knie!"

Im heutigen Fototipp geht es um die Perspektive. Speziell beim Fotografieren von Kindern ist es wichtig, über den richtigen Aufnahmestandort nachzudenken. Begebt euch, wenn möglich, auf die Höhe der Kinder. Wenn man einfach stehen bleibt, wirken die Bilder oft viel weniger gut, als wenn man sich auf gleiche Höhe mit seinen "Modellen" begibt.
Gleichzeitig kann man oft den Boden als Vordergrund ins Bild einbauen, um dem Bild mehr räumliche Tiefe zu geben.
In der folgenden Bildergalerie findet ihr einige Beispiele mit weiteren Tipps...

Steine sind besonders gut geeignet, um einem Bild Tiefe zu geben. Und der Vorteil: Weniger schmutzig als Gras oder Erde, wenn man hinkniet oder sogar liegt...

Hier habe ich einen grösseren Stein in den Vordergrund eingebaut. Ich fotografiere Kids gerne so, dass sie mich gar nicht wahrnehmen. Mir gefallen diese ungestellten Bilder einfach besser...

Ein weiterer Vorteil davon, wenn man aus tiefer Position fotografiert: Man kriegt mehr Himmel und Hintergrund mit aufs Bild!

Das Einbauen der Brücke gibt dem Bild einen natürlichen Rahmen und mehr Tiefe.

Auch bei Erwachsenen funktioniert diese Technik. Man fühlt sich viel mehr als "Beobachter" der Szene.

Bei diesem Bild habe ich dem Vordergrund sehr viel Gewicht gegeben, da er mehr als die Hälfte des Bildes einnimmt. Das Bild wirkt dadurch und durch die Umwandlung in Schwarz- Weiss fast ein wenig grafisch.

Nicht nur den Boden kann man als Vordergrund einbauen!

 
Also: Probiert diese Technik auf euren Bildern gerne einmal aus. Auch hier gilt: Das Kameramodell ist hier zweitrangig. Geht auch mit der Handykamera. Auch wenn dadurch der Vordergrund deutlich weniger unscharf wird...

Übrigens: Falls du Fragen oder Anregungen zu weiteren Fototipps hast: Schreibe sie hier oder auf meiner Facebookseite als Kommentar auf!

Donnerstag, 25. September 2014

Making of "Minipiraten"

In diesem Blogeintrag möchte ich euch erklären, wie mein Bild "Minipiraten" entstanden ist. Von der Idee bis zum fertigen Bild. Viel Spass!

Also erst einmal zu meiner Grundidee:
Momentan sind bei meinen Kids Piraten ziemlich aktuell. Ich hatte also schon länger die Idee, ein Piratenbild mit ihnen zu machen. Es sollte aber nicht nur ein einfaches Studioportrait sein, sondern ich wollte auch eine passende Location mit einbauen. Zuerst hatte ich die Idee, die Kids per Photoshop in eine reale Umgebung zu setzen. Also zum Beispiel in ein Bild vom Meer. Diese Idee habe ich aber bald wieder verworfen, weil sie mich nicht überzeugt hat.
Das Bastelfieber meiner Tochter Yaëlle brachte mich dann auf die Idee, sie bei der Gestaltung des Hintergrundes mithelfen zu lassen. Yaëlle liess sich gerne überzeugen und sie zeichnete mir zwei Fische und ein Papierschiff. Auch bei der Sonne und den Wolken im Hintergrund half sie tatkräftig mit. Im Kindergarten bastelte sie auch noch die passende Augenklappe und einen Piratenhut.

Nun ging es darum, die einzelnen Teile zu fotografieren:
 
Auf diesem Bild sieht man noch, wie der Fisch festgemacht wurde. Diese sichtbaren Teile habe ich später in Photoshop entfernt.
Den Hauptteil der Szene fotografierte ich "am Stück". Dies gibt dem Bild bereits die nötige Tiefe, da ich mit einer offenen Blende den Hintergrund absichtlich leicht unscharf gestaltete.
Einige Teile des Bildes, zum Beispiel Yaëlles Hai, fotografierte ich auf einem weissen Tisch und stellte sie später per Photoshop frei. Im finalen Bild musste ich dem Hai dann noch eine Unschärfe hinzufügen, da sonst die Tiefenwirkung nicht mehr stimmig gewesen wäre.
Der nächste Schritt waren die Bilder der beiden kleinen Piraten. Im ganzen Haus suchten wir uns geeignete Acessoires und Kleider zusammen. Im Vordergrund spannte ich zwischen zwei Stühlen einen gelben Duschvorhang, um damit die Bootswand zu simulieren. Dies sollte mir später helfen, die Bilder ins Papierschiffchen zu integrieren.
Da es jeweils schwer ist, beide Kids auf einem Bild optimal zu erwischen, entschied ich mich für die folgenden beiden Bilder:

 
 
Auch hier wurden beide Portraits in Photoshop freigestellt und ins Papierschiff eingefügt. Viel Feinarbeit war nötig, um die Grösse und die Übergänge möglichst "echt" und passend wirken zu lassen.
 
Da mir das Bild in der Mitte dann noch etwas zu leer wirkte, liess ich Yaëlle noch eine Piratenflagge zeichnen. Diese fotografierte ich in meinem Büro vor einen extrem teuren Studiohintergrund... Ja, ja, ohne professionelle Ausrüstung läuft einfach gar nichts! ;-)
 

 
Es folgte noch etwas Feintuning in den einzelnen Ebenen. Um die Sonne im Hintergrund noch etwas realistischer wirken zu lassen, fügte ich zwei Ebenen ein. Eine mit hellen Lichtstrahlen und eine mit einer hellen Stelle, die ich über die Sonne legte. Beide Ebenen sind nur dezent zusehen, verstärken aber die Wirkung doch. Auf dem folgenden Bild sieht man die unterschiedlichen Ebenen und Ebenenmasken in Photoshop. 
 
 
Dann ging es im letzten Schritt nur noch darum, die Lichtstimmung und die Schärfe des Bildes anzupassen, den Schnitt noch leicht zu ändern und das war's...

Das Endprodukt, nach mehreren Stunden Arbeit... :-)
 Ich kann mir gut vorstellen, dieses Projekt mit neuen Bildideen noch weiter zu führen. Mir gefällt speziell daran, dass meine Tochter einen sehr grossen Teil dazu beigetragen hat... Also ein richtiges Familienfotoprojekt!




 

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